Warum Dänemark genau richtig zum Entspannen ist

Dünen in Dänemark

In meinem Umfeld gibt es nur zwei Arten von Menschen: die einen, die mehrmals im Jahr nach Dänemark fahren und das schon seit Jahren und die anderen, die noch nie in Dänemark waren und nicht glauben können, was so besonders an diesem Land ist.

Ich gehöre zur ersteren Gruppe und für mich hat Dänemark einfach eine unglaubliche Anziehungskraft. So war ich Anfang Oktober zum zweiten Mal in diesem Jahr dort. Da das nach meiner Wanderung auf dem Heidschuckenweg und kurz vor Semesterbeginn war, wollte ich die Tage noch einmal bewusst nutzen, um zu entspannen. Dabei ist mir aufgefallen, wie gut, das eigentlich in Dänemark geht. Und warum ich das so sehe, möchte ich gerne mit euch teilen.

Natürlich ist das eine rein subjektive Ansicht, aber vielleicht findet ihr Dänemark-Liebhaber euch in dem ein oder anderen Punkt wieder und vielleicht überlegt ihr aus der zweiten Gruppe, Dänemark doch einmal einen Besuch abzustatten.

Punkt 1: Die Straßen

Den Punkt muss ich wohl erklären, denn was soll entspannt an Straßen sein?

Straße in Dänemark

Erstens: Das Tempolimit. Du darfst dort auf Autobahnen nur 130 km/h fahren und außerorts nur 80 km/h. Das ist echt nicht schnell, aber wenn man sich bewusst wird, dass man Zeit hat (man ist ja im Urlaub), dann ist das unglaublich entspannt, einfach so rumzudümpeln. Stichwort Entschleunigen im wahrsten Sinne des Wortes.

Zweitens: Es ist echt nichts los auf den Straßen. Du kannst in bestimmten Gegenden kilometerweit fahren, ohne dass du irgendjemanden siehst. Ich finde das sehr faszinierend, wenn man überlegt, dass Dänemark gar nicht so groß ist. Wo sind all die Leute?

Drittens: Überall gibt es Parkplätze und Toiletten. Das weiß man manchmal sehr zu schätzen. Aber im Ernst, es ist wirklich verrückt, wie viele Rastplätze es dort gibt und die sind teilweise richtig schön, etwas abseits von der Straße in einem kleinen Wäldchen. Da könnte sich Deutschland eine Scheibe abschneiden.

Punkt 2: Die Landschaft

Wenn ich an Dänemark denke, denke ich automatisch an unberührte, lange Sandstrände, Dünen, unbefestigte Feldwege und schöne, klare Luft. Also eigentlich nichts besonderes, aber gerade diese Einfachheit ist so faszinierend.

Ich finde, dass es eines der schönsten Dinge ist, an einem Strand spazieren zu gehen und sich so richtig vom Wind durchpusten zu lassen. Einer der Orte, an denen das sehr gut geht, ist die Insel Rømø. Dort gibt es einen Autostrand, also einen Strand, auf dem du mit einem Auto fahren darfst. An diesem Strand ist vergleichsweise auch mehr los, aber wenn man etwas weiter geht, sind dort auch weniger Menschen. Platz ist auf jeden Fall genug, denn dieser Strand ist einfach so unglaublich groß.

Ein Feldweg zwischen einer Wiese und einem Strand

Dänemark ist aber auch überraschend vielseitig für ein doch relativ kleines Land. An dem einen Tag waren wir erst an der Westküste und haben dort einen Strand gesucht, aber „nur“ Wattenmeer gefunden. Also sind wir ganz gemütlich rüber zu Ostküste gefahren, wo es auf einmal auch echt hügelig wurde. Das hatte mich etwas überrascht, da ich Dänemark eher flach in Erinnerung hatte, aber umso schöner, dass man noch unentdeckte Seiten finden kann. Dort an der Ostküste haben wir dann auch einen Strand gefunden, der teilweise sogar an einer Steilküste gelegen war. Wirklich sehr schön.

Punkt 3: Die Menschen

Die Dänen sind total weltoffen, hilfsbereit und unkompliziert. Ich fühle mich zwischen den Menschen dort sehr wohl. Und die meisten können auch Deutsch und auf jeden Fall Englisch, sodass die Kommunikation gar kein Problem darstellt. Überhaupt wird dort viel für den Tourismus getan, was auch in den Städten bemerkbar ist, die sehr ruhig werden, wenn die Hauptsaison vorbei ist. Aber auch das hat einen gewissen Charme, vor allem wenn man es ruhiger mag. Dann sollte man auf jeden Fall nicht in der Hauptsaison auch Dänemark reisen, denn ich vermute, dass es dort an gewissen Orten sehr stark überlaufen ist.

Die Mentalität der Dänen ist wirklich bewundernswert. Bis jetzt habe ich auch nur Menschen kennengelernt, die völlig entspannt waren, ganz nach dem Motto: „Keene Hektik„. Es gibt sogar ein eigenes Wort dafür, welches diese Einstellung sehr gut zusammenfasst: hyggelig. Das bedeutet so viel wie heimlich, gemütlich, niedlich. Das Wort an sich klingt schon genauso wie die Eigenschaften, die es beschreibt.

Kein Wunder, dass Dänemark eines der glücklichsten Länder der Welt ist und ich finde, das merkt man auch.

Punkt 4: Noch einmal Kind sein

Der letzte Punkt ist auch der subjektivste, den wohl nicht jeder nachvollziehen kann, aber der für mich viel bedeutet. Wie schon am Anfang gesagt, war ich früher sehr oft in Dänemark, sodass damit auch viele Kindheitserinnerungen verbunden sind.

Ich werde immer etwas melancholisch, wenn ich daran denke, wie wir früher mit der ganzen Familie in einem Ferienhaus waren und dort Wasserball im Pool gespielt haben. Oder am Strand entlang gelaufen sind.

Hund am Strand

Aber auch wenn du nicht die Erinnerungen mit Dänemark teilst, ist das der perfekte Ort, um nochmal Kind zu sein. Denn der Strand lädt sehr dazu ein, Drachensteigen zu lassen und sich ganz darin zu verlieren. Oder man kann sein ferngesteuertes Auto rumfahren lassen, was z.B. aufgrund des Platzes sehr gut auf Rømø geht. Und danach gibt es einen leckeren dänischen Hotdog oder ein gutes dänisches Softeis…

Fazit

Letztendlich musst du wahrscheinlich einmal da gewesen sein, um zu verstehen, was das Besondere an Dänemark ist.

Ich habe beim Schreiben gemerkt, dass es super schwer ist zu erklären. Es ist einfach ein Gefühl. Aber ich kann es so zusammen fassen, dass es diese Verbindung zwischen Wohlfühlen und dem Alltag durchbrechen ist, die dieses Land so besonders geeignet zum Entspannen macht.

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2 Gedanken zu „Warum Dänemark genau richtig zum Entspannen ist“

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