Was du aus dem Buch „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky lernen kannst

John Strelecky - Cafe am Rande der Welt

Wenn du dich für Persönlichkeitsentwicklung interessierst und dich viel darüber informierst, ist dir vielleicht auch schon aufgefallen, dass es einige Bücher gibt, die immer wieder auftauchen und empfohlen werden. Eines davon ist „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky, in dem es um den gestressten Manager John geht, der in einem kleinen Café mitten im Nirgendwo, drei Fragen auf der Speisekarte entdeckt, die sein Leben verändern sollen.

Für wen ist dieses Buch?
Du bist auf der Suche nach einer fiktiven Geschichte, aus der du etwas für dein Leben lernen kannst? Dann kann dieses Buch* genau richtig für dich sein.

Wer ist John Strelecky?

John Strelecky hätte am Anfang seiner Reise wohl nie gedacht, dass er einmal ein Bestseller Autor werden würde. Nach dem College hat er fünf Jahre lang als Berater für Unternehmen gearbeitet. Dann aber kam immer mehr die Frage in ihm auf, ob dieser Job und die Jagd nach der nächsten Beförderung alles gewesen sein soll oder ob da nicht doch noch mehr ist.

Kurzerhand schmeißt er seinen Job hin und reist mit 33 Jahren als Rucksacktourist um die Welt. In dieser Zeit lernte er mehr als in seinem ganzen Leben und fühlte sich endlich frei. Nach dieser Reise schrieb er innerhalb von drei Wochen sein Buch „Das Café am Rande der Welt“, welches ein Bestseller werden sollte. So änderte sich sein Leben komplett. Er wurde Autor und schrieb weitere Bücher wie z.B. „The Big Five For Life*“. Außerdem hilft er anderen Menschen mit seinen Seminaren und Kursen, ihren Sinn des Lebens zu finden.

Das Café am Rande der Welt

Damit du weißt, worum es überhaupt in dem Buch geht, möchte ich dir kurz den Inhalt zusammenfassen: Der Manager John fährt mit seinem Auto in den Urlaub. Aufgrund eines Unfalls ist die Autobahn gesperrt und er fährt über Landstraßen, um Zeit zu sparen. Das geht schief, denn er verfährt sich hoffnungslos und sieht stundenlang keinen Menschen. Mitten in der Nacht und mit einem fast leeren Tank findet er ein kleines Café mitten im Nirgendwo. Schon als er in das Café hineingeht, merkt er, dass es etwas besonderes an sich hat. Dieser Verdacht bestätigt sich, als John die Speisekarte studiert und auf der Rückseite drei Fragen findet:

  • Warum bist du hier?
  • Hast du Angst vor dem Tod?
  • Führst du ein erfülltest Leben

John ist völlig verwirrt, warum diese Fragen auf einer Speisekarte zu finden sind und während er seine Antworten zu diesen Fragen sucht, unterhält er sich die ganze Nacht mit der Serviererin Casey, dem Koch Mike und Ann, einer Gästin, die ihm immer wieder neue Denkanstöße und verschiedene Blickwinkel geben. John findet beim Beantworten dieser Fragen immer mehr zu sich selbst und seinem ZdE, seinem „Zweck der Existenz“.

Stelle auch dir diese Fragen

Du beginnst automatisch beim Lesen dieses Buches dir die Fragen selbst zu stellen und über die Antworten der Protagonisten nachzudenken und diese auf dich zu beziehen. Es macht auch wirklich Sinn, das zu tun und vielleicht sogar nach dem Lesen bewusst darüber nachzudenken und deine Antworten aufzuschreiben. Denn so lernst du sehr viel über dich und hinterfragst, ob du das Leben führst, was deinem ZdE entspricht.

1. Warum bist du hier?

Die erste Frage ist gleichzeitig auch die schwierigste Frage, denn wer weiß von Anfang an, warum er hier ist? In dem Buch wird es auch so beschrieben, dass es gar nicht so einfach ist, die Antwort zu finden, da wir alle mit äußeren Einflüssen, wie auch der Werbung, zugeschüttet werden. Tagtäglich wird uns gesagt, was wir unbedingt noch brauchen und was uns dann endlich glücklich macht. Aber um uns das alles leisten zu können, müssen wir immer mehr arbeiten und dann kaufen wir immer mehr und schon sind wir im Hamsterrad gefangen. Wenn du dann noch in einem Job bist, der dich unglücklich macht, wirst du auch immer unerfüllter.

In dem Buch gab es einen sehr schönen Tipp, wie du aus diesem Hamsterrad kommst, den ich gerne mit dir teilen möchte. Und zwar mach für’s Erste jede Woche mindestens eine Stunde etwas, was dir Spaß macht. Ganz bewusst. Erhöhe diese Regelmäßigkeit, sodass du bald jeden Tag mindestens eine Stunde das machst, was dir Spaß bringt. Irgendwann wirst du nur noch das machen, was deiner Antwort auf diese Frage entspricht.

2. Hast du Angst vor dem Tod?

Die Menschen, die nicht für ihr ZdE leben, haben Angst vor dem Tod. Vielleicht ist diese Angst unbewusst oder sie verdrängen dieses Gefühl einfach, aber ich glaube, jeder stellt sich irgendwann die Frage: Soll das alles gewesen sein?

So ist es auch völlig normal, dass man sich bei dem Gedanken an den Tod nicht wohl fühlt, wenn man noch nicht seinen Sinn im Leben gefunden hat. So arbeitest du jeden Tag für jemanden anderen und vielleicht noch für eine Sache, die dich überhaupt nicht erfüllt oder noch schlimmer, die eigentlich gegen deine Werte verstößt. Wenn dir zum Beispiel Nachhaltigkeit sehr wichtig ist, würdest du langfristig in einem Unternehmen, welches Kunststoff herstellt, unglücklich werden.

Denn jeder Tag, in dem man in einem unglücklichen Job ist und nicht das tut, was seinem ZdE entspricht, kommt man dem Tod ein Stück näher. Da ist es ja völlig verständlich, dass man Angst hat, weil man noch nicht das getan hat, wofür man eigentlich hier ist. Also lebe dafür, fang jetzt an und nicht, wenn es zu spät ist.

3. Führst du ein erfülltes Leben?

Die dritte Frage ergibt sich daraus, wenn du nach deinem ZdE lebst, also jeden Tag das tust, warum du hier bist. Solange du das nicht umsetzen kannst, wirst du kein erfülltes Leben haben können.

In dem Buch hat John viele Zweifel, ob das so einfach sein kann. Denn wenn du weißt, was dein ZdE ist, aber nicht weißt, wie du es umsetzen kannst oder nicht weißt, wie du damit deinen Unterhalt verdienen kannst… Wie könnte man dann dem Hamsterrad entfliehen? Aber es ist doch so, dass du viel leidenschaftlicher und mit voller Euphorie dabei wärst, wenn du weißt, was der Sinn in deinem Leben ist. Wärst du nicht bereit, alles dafür zu tun, damit du nur noch das machen kannst? Einfach, weil dich das voll und ganz erfüllt?

Warum denken Sie dann, dass dieser Mensch möglicherweise keinen Erfolg hat?

Casey von „Cafe am Rande der Welt“

Fazit

Ein so kleines Buch mit so viel Inhalt. Ich glaube, du könntest das Buch mehr als einmal lesen und trotzdem jedes Mal, etwas Neues aus dem Geschriebenen ziehen. So viel Weisheit steckt darin.

Buchinformation
Titel, AutorDas Café am Rande der Welt,
John Strelecky
ISBN978-3423209694
Erscheinungsjahr2007
Seitenanzahl128 Seiten
Kaufenals Buch*, Ebook* oder Hörbuch*

Mir gefällt es, dass der Protagonist John den Skeptiker darstellt, der viele Punkte anspricht, wie man zum Beispiel Geld mit dem ZdE verdienen soll. Bei diesen Fragen versuchen dann Mike und Casey, John zur Antwort hinzuführen. So bleibt das Buch sehr realitätsnah und man kann sich auch als Leser vorstellen, dass es tatsächlich möglich ist nach seinem ZdE zu leben.

Ich würde das Buch jedem empfehlen, der anfängt sich mit Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen und auch diejenigen, die sich schon mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigen. Denn dieses kleine weise Buch enthält so viele Denkanstöße, dass jeder daraus etwas mitnehmen kann.

Also lies das Buch, klapp das Buch zu und frage dich: Warum bin ich hier?

1 Gedanke zu „Was du aus dem Buch „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky lernen kannst“

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