Sieben minimalistische Entrümpel- und Aufräum- Challenges

Entrümpel- und Aufräum-Challenges

Weißt du, wie viele Teile du besitzt? Man sagt, dass ein Durchschnittseuropäer 10.000 Dinge besitzt. Kannst du dir das vorstellen? Hast du auch das Gefühl, dass du einfach zu viele unnütze Dinge hast, wovon du die Hälfte nicht einmal brauchst? Fühlst du dich eingeengt oder überfordert mit den vielen Sachen um dich herum? Würdest du gerne etwas daran ändern, aber findest nicht die Motivation oder weißt du einfach nicht, wo du anfangen sollst? Egal, ob es dir leicht oder schwer fällt anzufangen, eine Challenge macht vieles einfacher, da dort auch der Spaßfaktor nicht zu kurz kommt. Und zum Glück gibt es auch einige Aufräum-Challenges.

Die Aufräum-Challenges

Da nicht jede Challenge für jeden geeignet sind, stelle ich dir gleich sieben vor, die sich darin unterscheiden, wie viel und wie schnell du aufräumen möchtest. Es gibt z.B. Aufräum-Challenges, die hast du nach einem Tag bewältigt oder sie dauern einen ganzen Monat oder noch länger, wenn du magst. Such dir einfach als erstes diejenige aus, die für dich am machbarsten und spaßigsten klingt.

Challenge Nr. 1: Minimalismus-Game

Tag 11 Ding loswerden
Tag 22 Dinge loswerden
Tag 33 Dinge loswerden
Tag 3030 Dinge loswerden

Diese Challenge fängt sehr leicht an, denn du startest am ersten Tag damit, nur ein Teil aus deinen Räumen loszuwerden. Am zweiten Tag sind es dann schon zwei und am dritten Tag drei und so weiter. Das machst du 30 Tage lang, sodass du am dreißigsten Tag 30 Teile abgegeben hast.

Der Vorteil hierbei ist, dass du dich langsam daran gewöhnst, Sachen abzugeben und loszulassen. Am Anfang ist es einfach nur ein Spiel, dass dann immer herausfordernder wird, denn 30 Dinge zu finden, die du abgeben kannst und möchtest, sind dann schon etwas schwieriger. Wenn du von vornherein weißt, dass du niemals so viel finden wirst, begrenze die Dauer der Challenge etwas. Es steht dir ja frei zu wählen, wie lange du das machen möchtest. Aber vergiss nicht, es soll trotzdem eine Challenge bleiben, also was herausforderndes und wenn man wirklich möchte und sucht, findet man immer etwas, was man noch abgeben kann.

Challenge Nr. 2: Die „Umzugs“-Challenge

Die zweite der Aufräum-Challenges finde ich persönlich sehr schön, denn hier siehst du gleich am Anfang, wie es aussehen könnte, wenn alles weg- und aufgeräumt ist. Zuerst brauchst du aber viele Kartons oder andere Möglichkeiten, wo du deine Sachen hinein räumen kannst. Denn du startest damit in jedem Raum wirklich alles in die Kartons einzupacken. Also von der Zahnbürste bis zu den Klamotten bis zu den Teller, einfach alles. Eben so als würdest du jetzt umziehen. Jetzt siehst du wahrscheinlich erst wieder, wie groß deine Wohnung überhaupt ist und wie viel Platz du eigentlich hast.

Schritt 1Packe alles von deinen Besitztümern in
Kartons
Schritt 2Nimm nur etwas aus den Kartons,
wenn du es gerade brauchst
Schritt 3Gebe nach einem Jahr die Kartons mit
den noch enthaltenen Sachen weg

Die vollen Kartons kannst du da hinstellen, wo du magst, ob in den Keller oder in die Ecke eines Raumes. Gerade am Anfang solltest du sie vielleicht noch in der Nähe behalten, denn irgendwann brauchst du wahrscheinlich auch wieder deine Zahnbürste und dann darfst du sie selbstverständlich auch wieder auspacken.

Denn der Sinn bei dieser Challenge ist, dass du immer dann etwas auspackst, wenn du es brauchst und nach einem Jahr gibst du die Kartons mit den restlichen in ihnen enthaltenen Sachen ungesehen ab. So die Theorie. Ich kann dich sehr gut verstehen, wenn du das nicht so einfach kannst und vorher nochmal reingucken möchtest. Vielleicht gibt es auch noch Sachen, die du verkaufen möchtest. Damit du aber nicht in die Versuchung kommst, zu viel davon zu behalten, setze dir vielleicht, bevor du in die Kartons guckst, eine maximale Anzahl an Dingen, die du rausnimmst und behältst.

Challenge Nr. 3: Konmari

Wenn du dich schon einmal mit dem strukturierten Aufräumen beschäftigt hast, bist du bestimmt oft auf die Konmari-Methode gestoßen. Da es mittlerweile unendliche viele Artikel darüber gibt, wie genau das funktioniert, möchte ich dir nur einen kurzen Überblick geben, was es damit auf sich hat. Die Reihenfolge beim Aufräumen richtet sich nach Kategorien:

  1. Kleidung, Schuhe, Taschen
  2. Bücher
  3. Unterlagen und Dokumente
  4. restliche Dinge wie z.B. Haushaltsgegenstände
  5. Erinnerungsstücke

1. Schritt

Im ersten Schritt legst du alles, was du aus einer Kategorie hast, auf einen Haufen. So bekommst du einen Überblick, was sich über die Jahre angehäuft hat.

2. Schritt

Jetzt nimmst du jedes Teil davon in die Hand und fragst dich: „Macht mich das glücklich?“ oder „Brauche ich das?“. Die restlichen Sachen kannst du spenden oder verkaufen.

3. Schritt

Die Dinge, die dann übrig bleiben, sollen dann zurück in die Wohnung, aber wichtig ist, dass sie einen festen Platz bekommen. Bei der Kleidung gibt es sogar eine spezielle Falttechnik, damit du einen schnelleren Überblick bekommst, wie viel du hast.

4. Schritt

Dranbleiben. Du hast jetzt nur noch Dinge um dich herum, die dich glücklich machen oder die du brauchst und damit das so bleibt, solltest du dich auch beim Kaufen von neuen Sachen immer fragen: „Brauch ich das?“ und „Macht es mich glücklich?“.

Challenge Nr. 4: 12-12-12 Methode

12 Dinge wegwerfen
12 Dinge spenden
12 Dinge, ihrem Besitzer zurückgeben

Diese Challenge ist super geeignet, wenn du kurz mal ein paar Sachen loswerden möchtest. Denn hier geht es darum, 12 Sachen wegzuwerfen, 12 zu spenden und 12 Sachen ihrem ursprünglichen Besitzer zurückzugeben. Falls du so viele Sachen von anderen bei dir rumliegen hast, bist du so auf einem Schlag 36 Sachen, aber mindestens 24 Sachen los.

Challenge Nr. 5: Die drei Kisten Methode

Kiste 1Behalten
Kiste 2Spenden oder Verkaufen
Kiste 3Wegwerfen

Hierfür brauchst du drei Kisten bzw. Kartons. In die erste räumst du alles, was du gerne behalten möchtest, in die zweite, was du nicht mehr brauchst und weitergeben möchtest und in die dritte Kiste kommt dann das, was weggeworfen werden kann.

Die beiden letzten Kiste gibst du dann weg und wenn die erste Kiste wirklich voll ist, stellst du sie einfach für ein halbes Jahr in den Keller. Alles, was du nicht gebraucht oder vermisst hast, kann dann auch weggegeben werden.

Challenge Nr. 6: Challenge Extrem

Diese Challenge ist wirklich die herausforderndste von allen. Und du brauchst sehr viel Platz in Form von Keller oder Dachböden, denn als allererstes kommt alles von deinen Sachen und Möbel in den Keller oder in ein Lager. Also wirklich alles, du sollst am Ende in einer leeren Wohnung stehen mit den Sachen, die du am Körper trägst. Also auch dein Laptop, Handy und deine Matratze soll raus. Ein ganz schön komisches Gefühl oder?

Aber keine Sorge, das bleibt nicht immer so. Du darfst dir jeden Tag eine Sache aussuchen, die du wieder mit in die Wohnung nehmen darfst und das ein Jahr lang. Familien, die das gemacht haben, wussten nach einer gewissen Zeit tatsächlich nicht mehr, was sie überhaupt noch aus dem Keller holen sollen.

Also zusammengefasst ist das eine sehr extreme, aber auch sehr effektive Methode, denn sie gibt dir die Möglichkeit einmal bei Null anzufangen und du merkst, wie wenig du doch eigentlich brauchst im Vergleich zu dem, was du alles hast.

Challenge Nr. 7: Deine eigene Challenge

Wenn du schon ordentlich entrümpelt hast und weißt, dass da nicht mehr so viel ist, was du noch weggeben könntest, kannst du dir auch deine ganz eigene Challenge stellen. Zum Beispiel kannst du jede Woche oder alle zwei Wochen ein Teil loswerden und stellst dir dafür eine Erinnerung in deinem Handy. So kannst du in der Zeit dazwischen schon immer überlegen, wovon du dich trennen könntest und so kannst du dich vielleicht auch eher mit dem Gedanken anfreunden, emotionalere Dinge wie z.B. Erinnerungsstücke loszulassen.

Fazit zu Entrümpel- und Aufräum-Challenges

Bei jeder Challenge gilt, dass du sie natürlich nicht genauso machen musst, wie sie dort geschrieben steht. Wenn du z.B. nur einen Raum entrümpeln möchtest, kannst du dafür auch die „Umzugs-„Challenge anwenden. Am Anfang macht es eh erstmal Sinn, dich nicht zu überfordern. Es macht keinen Sinn, wenn du alles auf einen Haufen wirst und der dann wochenlang liegen bleibt, weil du schlichtweg überfordert bist, dort anzufangen.

Vielleicht fragst du auch mal deine Freunde und ihr probiert zusammen eine der Aufräum-Challenges aus und macht daraus wirklich einen Wettbewerb, wer die meisten Teile los wird.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Aufräumen und Entrümpeln.

3 Gedanken zu „Sieben minimalistische Entrümpel- und Aufräum- Challenges“

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