Minimalismus am Schreibtisch und wie es dir hilft, um fokussiert arbeiten zu können – Buchbeitrag

Schreibtisch mit Laptop, Stiften und einen Schreibblock

Weniger arbeiten und gleichzeitig mehr schaffen. Dabei sollst du nicht noch mehr Aufgaben von deiner ToDo-Liste abarbeiten, sondern mehr von dem machen, welches dich und dein Leben wirklich voran bringt. Klingt toll, findest du? Wie genau das geht, hat Gary Keller in seinem Buch „The One Thing“ beschrieben, welches ich dir hier vorgestellt habe. Aber was nützt dir die beste Theorie, wenn du eine arbeitsunfreundliche Atmosphäre hast, in der du keinen klaren Gedanken fassen kannst? Deswegen dachte ich mir, dass ich dir Schritt für Schritt zeige, wie man einen minimalistischen Schreibtisch gestaltet. Und wie du mit diesem dann fokussierter und produktiver an den Sachen arbeiten kannst, die echten Mehrwert für dich schaffen.

Nur ein Genie beherrscht das Chaos

Vielleicht denkst du das auch gerade und sträubst dich innerlich gegen den Gedanken, dein wohl strukturiertes Chaos zu zerstören. Das kann ich sehr gut nachvollziehen, denn auch mein Schreibtisch war früher so zugebaut, dass man nichts mehr finden konnte. Das hat sich dann in der Abi-Zeit geändert, als ich wirklich mal etwas an dem Platz tun musste.

Deswegen kann ich dir auch sagen, dass du es unbedingt ausprobieren solltest, deine Arbeitsfläche mit dem Wesentlichsten zu bestücken. Es sieht nicht nur schön aus, sondern man verschwendet auch nicht erst etwas von seiner kostbaren Willenskraft, um ein Quäntchen Platz zu schaffen. Außerdem fühlt man sich so viel klarer im Kopf, wenn man sich an einen aufgeräumten, fast leeren Tisch setzt.

1. Aufräumen und Sortieren

Am einfachsten ist es wohl, wenn du deinen Schreibtisch einmal komplett leer räumst. Denn es ist leichter einen leeren Schreibtisch zu befallen als wenn man mal hier, mal da etwas wegräumt.

Apropros Schreibtisch, mir ist beim Aufräumen aufgefallen, dass ich einen viel zu großen, klobigen Schreibtisch habe, den ich gar nicht brauche. Also vielleicht ist es auch für dich, an der Zeit einen neuen, zu dir passenden Schreibtisch zuzulegen.

Was machst du jetzt mit dem Zeug, der da nun auf deinem Boden rumliegt und den du nicht mehr haben möchtest? Also wenn es niemand mehr gebrauchen kann, ist Wegschmeißen die letzte Option. Ansonsten kannst du die Sachen verkaufen oder verschenken, dann erfreut sich jemand anderes daran.

2. Was brauche ich?

Jetzt wird es an der Zeit, deinen Schreibtisch wieder einzurichten. Frage dich dafür, was du wirklich brauchst. Also z.B. deinen Laptop oder Computer und eine Schreibtischlampe.

Vielleicht machst du dir auch oft Notizen, dann ist es natürlich sinnvoll, Stifte und Blöcke parat zu haben. Alles andere, was du nicht täglich benötigst, kann weggeräumt werden.

Beim Wegräumen stand ich vor meiner nächsten Herausforderung, denn ich habe noch so viele Kugelschreiber, Hefte, Buntstifte usw., die ich eigentlich nie schaffen werde, aufzubrauchen. Vielleicht geht es dir genauso, dann kannst du diese Sachen entweder verschenken, z.B. Schulkinder können sowas sicher sehr gut gebrauchen. Oder du sagst dir, dass du dich davon noch nicht trennen kannst und es irgendwann nochmal benötigst, dann hast du vielleicht ein Schublade, in der du den Nachschub verstauen kannst.

Tipp: Damit sich Kugelschreiber und Notizblöcke nicht weiter anhäufen, versuche beim nächsten Mal, Werbegeschenke dankend abzulehnen.

3. Organisieren

Damit im Laufe der Zeit, nicht die Unordnung versucht überhand zu nehmen, ist es hilfreich seinen Schreibtisch zu organisieren bzw. zu ordnen.

Wenn du viel Papier benötigst, frage dich, ob das so notwendig ist oder ob du es nicht in digitalisierter Form bringen kannst. Ich kann verstehen, dass nicht jeder Fan davon ist (ich auch nicht), aber so sparst du Papier und somit wertvolle Ressourcen.

Tipp: Wenn du Papier eher zum Notizen machen benutzt, kannst du auch von Briefen oder Papier, die du eh wegschmissen hättest, die Rückseite zum Schreiben nehmen, um das Papier ganz auszunutzen.

Sowohl digital als auch analog kannst du dir Ordner anlegen, die du in bestimmte Projekte oder Bereiche einteilst. Also bei mir sind es z.B. die einzelnen Module des Studiums und alles was mit dem Blog zusammenhängt.

Allgemein gilt, dass jedes Teil seinen festen Platz auf deinen Schreibtisch haben sollte, so fällt es dir leichter, wieder aufzuräumen. Brauchst du etwas, dass normalerweise nicht auf deinem Schreibtisch liegt, lege es nach dem Gebrauch auch direkt wieder zurück. So kann sich die Unordnung gar nicht einschleichen.

4. Produktives, fokussiertes Arbeiten am Schreibtisch

Jetzt kommen wir zum wohl wichtigsten Teil. Wie schaffst du es, produktiv und fokussiert arbeiten zu können? Den Schreibtisch dafür hast du schonmal, jetzt fehlt nur noch das richtige Mindset.

Das schaffst du, ganz im Sinne von „The One Thing“ und somit auch im Sinne des Minimalismus. Das heißt, anstatt dich zu fragen: „Wo soll ich bloß anfangen?“, suchst du dir die Sache, die dich jetzt in dem Moment am meisten voranbringt.

Um dann auch wirklich fokussiert arbeiten zu können, helfen dir die folgenden Tipps:

  • Setze dir einen Zeitslot: Egal ob täglich oder nur alle paar Tage. Dieser Zeitslot hilft dir, an deinen Projekten arbeiten zu können, ohne dass du abgelenkt wirst. Deswegen ist es auch wichtig, dass du diesen Zeitslot gut verteidigst und durchsetzt.
  • Bewege dich regelmäßig: Also wenn du schon eine Stunde gearbeitet hast, solltest du unbedingt einmal für fünf Minuten aufstehen und was anderes machen. Das bringt deinen Kreislauf in Schwung, macht dich munter und gibt dir neue Energie zum Weiterarbeiten. Vielleicht hilft es dir, einen Wecker zu stellen, damit du das Aufstehen nicht vergisst.
  • Kein Handy: Ja, das leidige Thema. Aber es ist wirklich so: Liegt das Handy neben einem und vibriert womöglich noch ständig, wird man andauernd abgelenkt und aus seinem Workflow gerissen. Auch wenn du gar nicht darauf guckst! Also am besten machst du es stumm oder wenn du weißt, dass du nicht widerstehen kannst, lege es in einen anderen Raum. Es hilft wirklich.
  • Der 10-Minuten-Trick: Dieser Trick ist besonders hilfreich bei Aufgaben, die gemacht werden müssen, aber auf die du eher weniger Lust hast (also z.B. bestimmt Schul- oder Uni-Aufgaben). Der Sinn dabei ist, dass du dich 10 Minuten an die Aufgabe ansetzt und etwas dafür machst, denn 10 Minuten hat man immer. Der Trick dabei ist, dass es meist mehr als die paar Minuten werden, wenn du schonmal angefangen hast. Aber selbst wenn es nicht mehr ist, hat sich dein Gehirn damit beschäftigt und du weißt beim nächsten Mal vielleicht schon eher, wie du an die Aufgabe rangehen kannst.

Fazit zum minimalistischen Schreibtisch

Also schaffe dir als erstes eine produktive Umgebung. Wobei Minimalismus nicht bedeutet, dass es total leer aussehen muss, sondern dass nur Sachen da sind, die du brauchst oder die dich glücklich machen. Dabei ist natürlich die Gefahr, dass neue Dinge dazukommen, weswegen es hilft, regelmäßig deinen Schreibtisch aufzuräumen und dir die Frage zu stellen, ob du das wirklich brauchst.

Achte beim produktiven, fokussierten Arbeiten auf dich. Mache regelmäßige Pausen und lass dich möglichst nicht ablenken. Und ganz wichtig ist, dass du nur das machst, was dich auch wirklich voran bringt.

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